Montag, 27. Juli 2009

23.07.09 Erklärung der Vestas Arbeiter aus der Fabrik

„Ein weiterer Ereignisreicher Tag gestern wie jeder über unseren gestrigen Newsletter erfahren konnte, Vestas hat uns vom Essen abgeschnitten, aber sie konnten unsere großartigen Unterstützer nicht daran hindern uns Essen zu geben, auf der richtigen Art und weiße, sie liefen langsam und friedlich und warfen das Essen zu uns, danke Leute.

Obwohl Paddy Wier fast den ganzen Tag gestrigen in Treffen mit dem höheren Management, den network reps (Netzwerk Vertretern???) und Andrew Turner, dem Parlamentsabgeordeneten der Insel, war, scheinen sie sehr wenig erreicht zu haben, ihre einzige Option war uns ein letztes Ultimatum zum 4. Mal zu stellen: „Kommt raus oder ihr verliert eure Stellen und die Abfindung“, was wir ablehnten. Später bekamen wir von Paddy Wier ein Brief in dem Stand, wir seien nun verantwortlich für die Entlassung und es gebe keine Abfindung.

Vestas lässt jedoch ein bisschen Essen zu uns durch, da ab heute Vestas uns mit Essen versorgen wird, aber kein Essen von Außen auf dem Gelände zulassen wird.

Die Demo gestern Abend um 18:00 war sehr erfolgreich, es war großartig soviele Menschen zu sehen die ihre Unterstützung zeigten, ein großes Dankeschön an alle da draußen die diese Veranstaltungen organisieren.

Alle unsre Unterstützer machen einen großartigen Job, und ihr seid es die das hier für uns gewinnen werden und mit all der harten Arbeit und der Unterstützung und Öffentlichkeit die wir hier erzeugen, sollte es nicht allzu lange dauern“

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23.07.09
href="http://savevestas.wordpress.com/2009/07/23/230709-a-statement-from-the-vestas-workers-inside-the-factory/"

Festnahmen bei Vestas + Essen kommt rein

Heute morgen um 5.10 versuchter ein Umweltaktivist ein Sack mit Essen an einem Seil zu befestigen das Arbeiter vom Balkon heruntergelassen hatten. Der Aktivist wurde von 5 Polizisten festgehalten und festgenommen. Nach seiner Freilassung erhielt er den Polizeibericht für seine Festnahme in welchem stand der Grund für seine Festnahme sei dass, dadurch dass er den Besetzern Essen bringen wollte und damit den Protest verlängern wollte, er einem Bruch des Friedens zuarbeiten würde – ganz klar lächerlich, da die Polizei selbst zugeben musste, dass der Protest den Frieden nicht bricht.

Um 12:48, lief eine große Gruppe von Protestlern durch die Polizeilinie, mit essen in ihren Händen, welches sie auf die Balkone hochwarfen. Die Polizei ging einige Demonstranten an, und versuchte sie aufzuhalten, stieß jedoch auf spürbaren Widerstand. Ein Demonstrant wurde von einem Angehörigen des Sicherheitsdiensts angegangen, und fragte den Polizisten mit der Nummer 24266, ob er irgendwas unternehmen wolle, der Polizist sagte er wolle nichts unternehmen. Ein weiterer Demonstrant sah einen Polizisten den Arm eines Aktivisten festhalten als er Essen auf den Balkon werfen wollte, der Aktivist sagte dem Polizist dies sei eine Belästigung (Harassment???), der Polizist reagierte nicht.

Ein zweiter Klimaaktivist wurde festgenommen und durch die Vordertüre der Fabrik mitgenommen. Später sagte ein Polizist, dessen Nummer 3027 war, dass keiner wegen dem tragen von Essen festgenommen wurde, aber ein Aktivist wegen eines Angriffes festgenommen wurde. Andere Demonstranten bemerkten, der Aktivist, der nicht wollte das sein Name veröffentlicht werde, sei ein christlicher Pazifist, was diese Version unwahrscheinlich macht. Sicherheitsdienste haben damit angefangen das Gelände einzuzäunen während Demonstranten vor dem Zaun versuchen ein zweites mal mit Essen aufs Gelände zu gelangen, bevor der Zaun fertiggestellt ist [was nicht gelungen ist, d.Ü.]. Momentan sind ungefähr 50 Demonstranten vor der Fabrik wovon 30 Vestas Angestellte sind, und Quellen sagen, dass sie erwarten dass viel mehr Menschen kommen, wenn der Protest anfängt.

22.07.09
href="http://savevestas.wordpress.com/2009/07/22/arrests-at-vestas-food-in/"

Immer mehr Berichte über die Fabrikbesetzung

Die Besetzung hat viel Aufmerksamkeit von der Arbeiterbewegung und Klimawandelgruppen erlangt. Die Informationen verbreiten sich über das Internet seit gestern Abend.
Eine Gruppe von ca. 60 Menschen fand sich heute morgen vor der Fabrik zusammen, einige waren über die Nacht dageblieben, trotz der Versuche der Polizei Menschen, den Aufforderungen des Managements zufolge, nachhause zu schicken. Als sie dazu gedrängt wurden hierzu mehr zu sagen, wurde jedoch klar dass sie kein Recht hatten Arbeiter, die versuchten die Fabrik zu betreten festzunehmen. Als die Versammlung ihre Taktik und ihr Getue durchschauten, gingen die Menschen nicht mehr nachhause, sondern blieben da und zeigten ihre Solidarität für die Besetzer, welche in guter Stimmung zu sein scheinen, sie winken vom Dach in Anerkennung der Demo und in die Kameras lächelnd – zurecht stolz auf ihre mutige Aktion.

Gestern lasen 1400 Menschen die Nachrichten von der Besetzung auf dieser Seite und heute Mittag haben schon 1000 Menschen die heutigen Updates gecheckt. Mehr als 800 Solidaritätsemails (an: savevestas@googlemail.com ) sind schon eingegangen, während heute Morgen noch mehr eintrudeln. „BBC South“ [Fernsehsender, d. U.] haben gestern Abend und heute Morgen Arbeiter und Aktivisten vor der Fabrik interviewt, und Arbeiter telefonierten gestern Abend mit dem Umweltresort des „Guardian“ [eng. weite Zeitung, d. Ü.]

[…]

21.07.09

href="http://savevestas.wordpress.com/2009/07/21/coverage-of-vestas-factory-occupation-spreads/"

Besetzern bei Vestas droht Entlassung

Die Besetzer haben dem BBC erzählt, dass das Management ihnen gestern ein Ultimatum bis 22:30 gestellt hatten, um die Fabrik zu verlassen und ihre Abfindung zu behalten, sonst würden sie entlassen.

Die Arbeiter ignorierten diese Drohung. „Natürlich blieben wir drinnen“ sagte einer. Er fügte hinzu: „Wir wollten nicht das es soweit kommt.“

Die besetzenden Arbeiter haben sich jetzt gebunden, wenn sie jetzt zurückgedrängt werden, verlieren sie alles. Die Polizei erhöhen auf illigaler Weise den Druck – obwohl Inspektor Paul Savil sagt dass „wir nur einschreiten würden wenn es einen Anstieg der Kriminalität gäbe, und wir haben das noch nicht gesehen“, und obwohl sie keine Verfügung haben auf dem privaten Vestas Gelände zu handeln, hat die Polizei das Untergeschoß besetzt, um weitere Arbeiter daran zu hindern zu der Besetzung hinzuzukommen. Einige in Riotausrüstung haben versucht die besetzte zweite Etage zu betreten. Am wichtigsten, sie haben mit Gewalt Demonstranten daran gehindert den Besetzern Essen zukommen lassen zu kommen, damit hungern sie die Besetzer aus. Damit unterstützen sie den beschämenden und erniedrigenden Angebot des Vestas Managements, dass die Besetzer Essen bekommen würden, wenn sie das Gebäude verlassen würden.

Jetzt ist es zentral, dass die Besetzer konkrete Unterstützung von Organisationen und Einzelpersonen bekommen. Es gibt einen Streikposten 200 Menschen vor der Fabrik, was von den besetzenden Arbeitern als entscheidend für ihren Kampfgeist beschrieben wurde.

Wenn sie am Streikposten teilnehmen wollen, oder am Umweltcamp, welches nahe des Tors sein soll, oder an der Kampagne die auf der Insel gegründet wird um die Besetzer und ihre Familien zu unterstützen, sind die Reisedetails zur Isle of Wight am Ende dieser Meldung [s. eng. Artikel d.Ü.].

Wenn sie nicht zur Isle of Wight kommen können, überzeugen sie Menschen die dass können, Unterstützung vor der Fabrik ist Entscheidend für den Kampfgeist der Arbeiter. Die Kampagne für die Gemeinde und die Familie wird sehr wichtig sein um die Stimmung in dieser stressvollen Zeit aufrecht zu erhalten. Mehr Infos gibt es unter der Nummer [0044] 7775 763750

22.07.2009
href=" http://savevestas.wordpress.com/2009/07/22/vestas-occupiers-face-sack/"

Der Erste Tag (aus der Besetzten Fabrik)

7.00 – Nach drei Stunden Schlaf nach Schicht haben wir eine Presse Erklärung geschrieben.

8.30 – Vestas Manager sagen den Arbeitern vor der Fabrik, man könne keinen bezahlen da wir das Lohnbüro unter unserer Kontrolle hielten. Die Arbeiter durchschauten diese Behauptung recht schnell, denn wie jeder weiß wird der Lohn am 15. Eines jeden Monats berechnet. Nach einer Weiler entschieden die Manager dass der Lohn aus der Ferne geordnet werden könne.

9.00 – Die nächste Taktik war ein Gerücht dass ein privater Sicherheitsdienst das Gebäude mit CS Gas und schwer bewaffnet stürmen würde. Dies stellte sich als eine Sichterheitsfirma heraus die spezialisiert darin Belagerungen zu durchbrechen, die vom Management angeheuert war.

10.00 – Die Arbeiter und die Menge vor der Fabrik überrennen spontan die Polizeilinie und drei schaffen es rein, was die Stimmung innerhalb und außerhalb der Fabrik hob.

12.00 – Die Internet Verbindung in der Fabrik wird abgestellt.

12.30 – Riotcops wurden außerhalb der Türen, die besetzende Arbeiter gesichert hatten gesichtet, sie probierten aus ob sie die Türen öffnen konnten, sie versuchten uns durch das schlagen auf ihre Schilder einzuschüchtern. Die Vestas Manager und die Sicherheitskräfte haben Türen von außen mit Keilen zugeklemmt.

13.30 Nachdem ein paar Tüten mit Essen es zu uns durchgeschaft hatten, wurde der Zufluss gestoppt. Obwohl sie behaupteten passiv zu bleiben hat Vestas Druck auf die Polizei ausgeübt kein Essen reinzulassen. Das Essen, welches reingekommen war, war eine Spende der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit und wurde vom Management von Vestas gestohlen.

15.00 – Ein Wendepunkt wurde erreicht als Vestas Management und die Polizei sich auf ein Treffen mit Arbeitern einigten um mit den Verhandlungen zu beginnen.
Forderungen nach einer Verstaatlichung des Werkes oder höheren Entlassungsgeldern wurden gestellt. Die Arbeiter verlangten auch nach einem Treffen zwischen ihnen und Ed Milliband um die Zukunft des Werkes und eine mögliche Verstaatlichung zu diskutieren. Es wurde auch über die empörend niedrigen Entschädigungszahlen im Vergleich zu früheren Zahlungen am gleichen Ort und im Ausland angesichts der Rekordprofite Vestas im ersten Quartal 2009 diskutiert. Die Arbeiter argumentierten auch nach jeglichen Verhandlungen ein Treffen aller Vestas Arbeiter stattfinden sollte um die Ergebnisse zu diskutieren, und dass kein Arbeiter wegen Unterstützung der Besetzung sanktioniert werden dürfe.

16.15 – Polizei und Management kamen erneut an und informierten die besetzenden Arbeiter, dass jeder der das Werk in den nächsten zwei Stunden verließe nicht bestraft würde. Sie wollten uns nicht stürmen und sie hätten „andere Optionen“. Die Besetzer beriefen sich auf ihre "Squaters rights", ihre Rechte als Besetzer, ihnen wurde erklärt diese seien in dem Fall nicht gültig. Die Polizei sagte, dass jene die nicht in den nächsten 2 Stunden das Gebäude verließen für Hausfriedensbruch bestraft würden.

18.00 – Besetzende Arbeiter bleiben mit Unterstützung der Kollegen und Unterstützer vor der Fabrik standhaft.

22.00 – Ein Polizei Offizier behauptet Vestas habe die Geduld verloren und wollte überprüfen, dass keine kriminelle Beschädigung während der Besetzung passiert wäre. Als Zeichen des guten Willens wurde dem Polizist der Eintritt gestattet, er stimmte mit uns darin über ein, dass kein kriminelle Beschädigung stattgefunden habe. Die Arbeiter wurden Informiert, dass wenn sie die Fabrik in einer Stunde nicht verließen, ihnen alle einer Verurteilung wegen Hausfriedensbruchs drohe. Die Polizei könne das besetzte Gebiet stürmen und die Arbeiter entfernen, auch die von Vestas angeheuerte Sicherheitsfirma die Belagerungen durchbricht, hätte eine Verfügung beantragt und würde mit Gewalt hereinkommen und die Arbeiter entfernen. Den Arbeitern wurde 5 Minuten Zeit gelassen zu antworten. Die Arbeiter widersetzten sich dieser andauernden Einschüchterung. Die einzige Reaktion des Managements von Vestas bisher war ein kurzes Treffen zu organisieren wo einige Punkte aus dem Dokument diskutiert wurden. Sie bewegten sich nicht.

23.00 – Die Keilen, die die Türen geschlossen halten würden getesten und wieder laut zugehämmert.

23.30 – Der Fabrikmanager ist gegangen.

Während den Verhandlungen, den ganzen Tag hindurch, wurde Essen verlangt, aber die einzigen Antworten die gegeben wurden waren dass wir gehen und uns es holen könnten. Das Ziel des Managements war es den besetzenden Arbeitern es so ungemütlich als möglich zu machen, was anscheinden beinhaltet sie auszuhungen und auf die Einschüchterung durch die Polizei zu setzen, welche widerrechtlich Unterstützer und Arbeiter vor der Fabrik daran Hindern den Kollegen in der Fabrik essen zu bringen.

22.07.09:
href="http://savevestas.wordpress.com/2009/07/22/summary-of-day-one-from-inside-the-occupation/"

Erklärung von Arbeitern bei Vestas

„Als Arbeiter bei einem Windturbinenhersteller, waren wir zuversichtlich, das während die Rezension Einzug nimmt, grüne und wiederverwertbare Energie ein Sektor wäre der viele Arbeitsstellen schaffen würde, nicht einer wo sie verloren gehen würden.
Also waren wir entsetzt als wir erfuhren, dass unsere Arbeitsstellen in Ausland verlagert werden sollten, und dass zu der schon schlimmen Situation auf dem Arbeitsmarkt auf der Insel, weitere 525 auf der Isle of Wight und in Southhampton hinzukommen sollten.

Dies löste, und wird weiterhin Unsicherheit bei vielen Familien auf der Insel auslösen. Viele werden vielleicht von der Insel wegziehen müssen. [mit „Insel“ ist die Insel ist die Isle of Wight gemeint, d.Ü.]

Wir finden es schwer zu ertragen dass die Regierung damit durchkommt zu behaupten sie Inverstiere viel Geld in diese Industrie.

Grade letzte Woche sagten sie, sie würden 400 000 neue grüne Arbeitsplätze schaffen. Wie kann dieser Prozess damit anfangen, dass unsere 600 Stellen verloren gehen?
Jetzt weiß ich nicht wie du darüber denkst, aber ich finde, wenn die Regierenden Milliarden ausgeben kann um Banken zu retten- oder sie gar Verstaatlicht – dann können die das sicherlich auch bei Vestas.

Die Menschen bei Vestas sind wichtig, die Menschen auf der Insel sind wichtig, aber ebenso wichtig sind die Menschen auf diesem Planeten. Wir werden uns nicht unter den Teppich kehren lassen von einer Regierung welche behauptet uns zu helfen.
Wir haben unsere Fabrik besetzt und appellieren an die Regierung einzuschreiten und sie zu Nationalisieren. Wir und viele andere glauben, dass es Zentral ist für unsere Familien und unsre Leben, aber auch für die Zukunft des Planeten, dass wir unsere Fabrik weiter am Laufen halten.

Wir appellieren an Ed Miliband, als zuständiger Minister, auf diese Insel zu kommen und uns ins Gesicht zu erklären wieso es Sinn macht, dass die Regierung eine Kampagne für mehr grüne Energie startet und gleichzeitig der größte Produzent von Windturbinen geschlossen wird.

Zeigt bitte eure Unterstützung!
[….]“

21.07.2009
href="http://savevestas.wordpress.com/2009/07/21/vestas-workers-speak-out/"

Vestas Arbeiter besetzen ihre Fabrik!

Arbeiter haben die St. Cross Fabrik in Newport besetzt. Diese Maßnahme wurde ergriffen wegen dem andauernden Versagen von Vestas Blades und der Regierung in Bezug auf ihre Verantwortung im Kampf gegen Klimawandel und dem Erhalt von Arbeitsplätzen.
Aufgrund der Versuche des Managements die Arbeiter, die versuchten sich zur Vorbereitung eines Kampfes zu organisieren einzuschüchtern, wurden die Pläne beschleunigt und eine Gruppe Arbeiter haben das Werk um 19.45 (20.07.2009, d.Ü.) übernommen.
Jetzt mehr denn je brauchen die Arbeiter bei Vestas unsere Unterstützung. Die Insel hat keine Tradition von Arbeitern die Kontrolle übernehmen, dies könnte der erste von mehreren Siegen sein wo Arbeiter kontrolle über ihre Fabriken übernehmen und Verlangen das Bosse Menschen vor Profit stellen, die Umwelt höher stellen als Opportunismus.
20.07.09
http://savevestas.wordpress.com/2009/07/20/vestas-workers-occupy/